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Tanz beim Höfest auf dem Hof des Interkulturellen Zentrums, Foto J. Kofke

Eigentümerin des Interkulturellen Zentrums am Gotthardtkirchplatz 10 ist die St. Gotthardt- und Christuskirchengemeinde. Dort befinden sich die Gemeinderäume. Die Gottesdienste im Winter (in der Regel ab Advent bis Ende April) finden im Saal des Interkulturellen Zentrums statt. Auch viele Gemeindekreise treffen sich im Interkulturellen Zentrum.

Die Räume werden teilweise an die Berlin-Brandenburgsiche Auslandsgesellschaftvermietet, die dort überwiegend Sprach- und Integrationskurse für Migrantinnen und Migranten aber auch Fitnesskurse und andere Aktivitäten anbietet. Dazu gehört das Projekt Mentintegra, eine Begleitung von Migratinnen und Migranten und Begegnungsräume.

Willkommen im Café "Gertrud von Saldern"

Genießen Sie fairen biologischen Kaffee mit hausgemachtem Kuchen — auch außer Haus zu haben. Unsere Küche bietet Ihnen selbstgemachte Pelmeni und Wareniki, außerdem ein täglich wechselndes Mittagsgericht. 

Öffnungszeiten Café: Mo bis Do  9-19 Uhr und Fr 9-16 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Mieten der Räumlichkeiten für Feiern ist ebenfalls möglich (außer Hochzeitsfeiern und bis maximal 22 Uhr). Kontakt: Martina Butz, 03381 222988; Email: butz(at)bbag-ev.de

Zur Geschichte

Das hinter der St. Gotthardtkirche gelegene Interkulturelle Zentrum steht auf den Grundmauern des ehemaligen repräsentativen Bischofshofs aus dem damaligen Familienbesitz Getrud von Salderns. Möglicherweise befand sich an der Stelle des Schulgebäudes um 1147 die Niederlassung der Prämonstratenser, aus der später das Domkapitel des Bistums Brandenburg wurde. 1461 wurde auf dem Gelände durch den Bischof Dietrich von Stechow ein Bischofshof eingerichtet. Dieser unterstand, obwohl in der Altstadt Brandenburg gelegen, nicht der Gerichtsbarkeit des Rates der Stadt und diente als Quartier für den sonst in Ziesar residierenden Bischof von Brandenburg. Der Hauptbau soll ein dreistöckiger Backsteinbau gewesen sein und eine Kapelle, eine Badestube und zwei Säle gehabt haben. Von diesem Bau blieben die Kellergewölbe erhalten. Eine Wappentafel des Dietrich von Stechow aus der Kapelle kam später in die Kirche St. Gotthardt.

1589 machte die strenge Lutheranerin Gertrud von Saldern, zu der Zeit Witwe des kurfürstlichen Oberkämmerers Matthias von Saldern, der Stadt Brandenburg zur Ehre Gottes und zur Erhaltung des evangelischen Wortes den Bischofshof am Gotthardtkirchplatz zum Geschenk für eine Lateinschule und beförderte damit das reformatorische Bildungsideal. Früher führte sogar ein Gang vom Bischofshof direkt hinein in der St. Gotthardtkirche.

Diente es der Saldria als erste Lateinschule, blieb es auch später eine Schule. Nach dem Umzug in einen Neubau der Saldria am Salzhof 1867 wurde das Schulgelände am Gotthardtkirchplatz von der Mittleren Töchterschule, Elisabethschule (im Hauptgebäude) und von der Mädchen-Gemeindeschule (im Seitengebäude) genutzt. Im Jahr 1893 wurde das Renaissanceportal des Carpzowschen Hauses in das Schulhaus (Seite zum Walter-Rathenau-Platz) integriert. Früher hieß die Schule Fontane-Schule. Während der DDR war die Schule eine Polytechnische Oberschule mit dem Namen Juri Gagarin.

Letzte Änderung am: 17.10.2019